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Bonn/Islamabad: Als Konsequenz der anhaltenden Kämpfe zwischen der pakistanischen Armee und Taliban-Milizen im Nordwesten von Pakistan verschlechtert sich täglich die Situation der Flüchtlinge aus dieser Region. Nach Angaben der Regierung sind inzwischen 1,8 Millionen Menschen innerhalb von Pakistan auf der Flucht, ein großer Teil ist bei Gastfamilien untergekommen, 360.000 Menschen leben in Flüchtlingslagern. HELP-Projektkoordinator Jörg Henneböhl, der sich seit Samstag in Pakistan aufhält, spricht von schwierigen hygienischen und medizinischen Bedingungen in den Lagern: „Der Strom der Flüchtlinge reißt nicht ab, täglich müssen die Flüchtlingslager erweitert werden. Die pakistanische Regierung kann diese Situation nicht mehr alleine bewältigen. Bei Temperaturen um 40 Grad ist die Hitze in den Zelten für die Menschen unerträglich. Hitzschläge sind eine der Haupterkrankungen und auch Durchfall und Atemwegserkrankungen breiten sich aus,“ berichtet Henneböhl.
HELP und das Medikamentenhilfswerk action medeor werden deshalb gemeinsam zwei sogenannte Emergency Health Kits aus Deutschland nach Pakistan schicken. Mit diesen medizinischen Hilfsgütern kann eine Basisversorgung von 20.000 Menschen über einen Zeitraum von drei Monaten gewährleistet werden. Die Pakete enthalten unter anderem Schmerzmittel, Verbandsstoffe und Antibiotika. Die Lieferung wird Flüchtlingen im Lager Jalozai bei Mardan zugute kommen.
Die Hilfsgüter werden heute, 19. Mai, und morgen, 20. Mai, bei action medeor in Tönisvorst gepackt und für den Versand vorbereitet.
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