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Tönisvorst, 04.12.2008
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| medeor: „Simbabwe darf nicht in Hoffnungslosigkeit versinken“ |
Tönisvorst, 03.12.2008. In Simbabwe verschlechtert sich die Situation für die Menschen aufgrund der Cholera-Epidemie immer weiter. Wegen des Ausbruchs der Seuche hat Simbabwe den nationalen Notstand ausgerufen. Dringend gebraucht werden vor allem Medikamente und medizinische Geräte.
Das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk action medeor ist von seinen Partnern in Simbabwe um Hilfe gebeten worden: Unter Hochdruck stellen die medeor-Mitarbeiter eine große Sendung für ein Gesundheitszentrum in Harare zusammen. Enthalten sind vor allem Mittel gegen Durchfallerkrankungen, Infusionen, Antibiotika, Schmerzmittel und Wasserentkeimungstabletten. „ Für die Hilfssendung brauchen wir zwei 60- und einen 20-Fußcontainer. Insgesamt haben die Medikamente und das medizinische Equipment einen Wert von 240.000 Euro“, sagt Dirk Angemeer von medeor.
Der Ausbruch der Cholera verschärft die Not der Menschen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind bereits 12.5000 Menschen erkrankt. Besonders schlimm ist die Provinz Budirio, in der die Hauptsadt Harare liegt, betroffen. Die meisten Krankenhäuser sind geschlossen, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist ungenügend. „Die Weltgemeinschaft ist angesichts dieser großen Not gefordert“, so Angemeer, „das Land darf nicht in Hoffnungslosigkeit versinken!“
Die Krise hat sich in dem Land, das mal als Kornkammer Afrikas galt, seit dem Jahr 2000 immer weiter verschärft. Das Gesundheitssystem in Simbabwe funktioniert nicht, Medikamente gibt es so gut wie gar nicht mehr und das spiegeln auch die Hilfssendungen der action medeor wieder. „Aufgrund der katastrophalen Umstände in dem Land sind sie in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen“, so Angemeer. Innerhalb der letzten sieben Jahre hat medeor seine Hilfssendungen für Simbabwe mehr als verzehnfacht. In diesem Jahr liegt der Wert der bereits verschickten Medikamente und medizinischem Equipments bereits bei über einer Million Euro.
Für diese Hilfe ist medeor dringend auf Spenden angewiesen: Volksbank Krefeld, Kontonummer 555 555 555, BLZ 320 603 62, Stichwort: Hilfe für Simbabwe
Hintergrund zu Cholera: Cholera ist eine hoch ansteckende Durchfallkrankheit, die bei fehlender Behandlung rasch zum Tod führen kann. In Simbabwe ist die Krankheit wegen der zusammenbrechenden Infrastruktur auf dem Vormarsch. Abwässer landen auf der Straße, Trinkwasser ist oftmals mit Erregern verseucht. BU: Im Medikamentenlager von medeor wird zurzeit eine große Medikamentensendung im Wert von 240.000 Euro für die Menschen in Simbabwe gepackt. Dirk Angemeer, Bereichsleiter bei medeor: „In Simbabwe werden vor allem Medikamente und medizinisches Equipment gebraucht.“
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