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| Die Menschen im Kongo brauchen dringend Hilfe! 850.000 von ihnen sind bereits auf der Flucht.
Foto: World Vision |
Tönisvorst, 30.10.2008. Wenige Tage vor seiner Rückkehr in den Kongo berichtete heute N´kolde Kibala, Vize-Gouverneur in Süd-Kivu im Kongo, über die aktuelle Situation vor Ort bei action medeor. „Hunderttausende Menschen sind aus Goma geflohen, die meisten von ihnen sammeln sich 14 Kilometer südlich von Goma in Minova in einem Auffanglager. Vor dem Wiederaufflammen der Kämpfe waren es 80.000 Menschen, Kibala rechnet in den nächsten Tag mit bis zu 800.000. „Das ist ein absoluter Ausnahmezustand.“ Er befürchtet, dass dort aufgrund der schlechten hygienischen Zustände Seuchen ausbrechen könnten.
„Tausende sind noch auf der Flucht in den Süd-Kivu und suchen Hilfe“, so Kibala. „Wir machen uns große Sorgen, dass es zu weiteren Eskalationen kommen wird.“ action medeor versorgt im Kongo 170 Gesundheitsstationen mit Medikamenten und Equipment mit einem Wert von rund 200.000 Euro jährlich. „Aufgrund unserer guten Kontakte zu lokalen Partnern im Süd-Kivu werden wir unsere Hilfe in der Region verstärken“, versprach Bernd Pastors, Vorstand der action medeor, dem Vize-Gouverneur.
Vom Regime als junger Student verfolgt kam Kibala als 24-Jähriger mit einem Bundeswehr-Stipendium 1989 nach Deutschland, studierte nach seiner Offiziersausbildung an der Bundeswehrhochschule Bauingenieurwesen und arbeitete hier in seinem Beruf. Mit den ersten freien Wahlen seit 46 Jahren im Kongo, kehrte er 2006 in seine Heimat zurück und trat als Kandidat für das Parlament an. Sein Ziel ist es, die Situation für die Menschen im Kongo zu verbessern. Als Vize-Gouverneur ist er für Finanzen, Sicherheit und Administration zuständig. Aufgrund der unsicheren Lage im Kongo reist Kibala früher als geplant in den Kongo zurück.
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