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| Niedriges Einkommen ist eine der Hauptursachen für Kindersterblichkeit. |
30 Jahre nach Alma Ata sterben jeden Tag mehr als 30.000 Kinder, zehn Millionen im Jahr, an Krankheiten, die vermeidbar und heilbar sind. Hauptursachen für den Tod vieler Kinder unter fünf Jahren sind Durchfallerkrankungen, Atemwegsinfektionen, Masern und Malaria. Forscher haben berechnet, dass bei der globalen Kindersterblichkeit keine bessere Arbeit als vor 30 Jahren geleistet wird. Am schlimmsten sei nach ihren Berechnungen die Lage im südlichen Afrika. Zentralafrika werde auch 2015 die höchste Kindersterblichkeit weltweit haben, eine noch höhere als vor 30 Jahren. Es gibt zwar Fortschritte, sie sind weltweit jedoch ungleich verteilt. Die größten Erfolge verzeichnet Asien. In Afrika südlich der Sahara leben dagegen weiterhin etwa die Hälfte der Menschen in extremer Armut. “Die großen Seuchen Aids, Malaria und Tuberkulose überfordern die Gesundheitssysteme und verschärfen die ohnehin bestehenden Probleme”, erklärt Pastors die großen Schwierigkeiten. Westliche Pharmafirmen bestehen immer noch auf den Patentschutz in den ärmsten Ländern der Welt. „Fatal für die Kranken. Sie können sich die teuren Präparate nicht leisten”, so Pastors. In der Alma Ata anschließenden internationalen Selbstverpflichtung haben sich die Staats- und Regierungschefs besser messbare Ziele gesetzt. Trotzdem ist das Einrichten einer Basisgesundheitsversorgung weiterhin ein wichtiges Instrument, um die sogenannten Millenniumsziele zu erreichen. Der Schwerpunkt der Entwicklungshilfe bleibt die Hilfe zur Selbsthilfe. „medeor hilft z. B. in Tansania eine Produktionsstätte für Aidsmedikamente zu eröffnen, die ab 2010 vollkommen selbständig von Einheimischen betrieben wird“, so Pastors, „dadurch werden die lebenswichtigen Medikamente für die Menschen in Tansania erschwinglich.“ Die Grafiken hochauflösend unter Bilderdownload zu finden.
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