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Initiative Transparente Zivilgesellschaft
Tönisvorst, 17.10.2008
medeor ruft zu verstärktem Kampf gegen Armut auf
Tönisvorst, 17.10.2008. Noch immer stirbt alle drei Sekunden ein Kind an den Folgen extremer Armut. Regierungen der Industrieländer stehen in der Pflicht, die Zahl der Hungernden bis 2015 um die Hälfte auf 400 Millionen zu reduzieren. Auf dieses Ziel einigten sich vor acht Jahren die 192 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen mit der Formulierung der acht Millenniumsziele. Zum Welttag der Armutsbekämpfung am 17.10. erinnern nun Millionen Menschen auf der ganzen Welt an das Versprechen, in dem sie gemeinsam aufstehen und ihre Stimme gegen Armut erheben. 
Initiator dieser Aktion ist die Kampagne "Deine Stimme gegen Armut". Sowohl heute als auch am 18. und 19. Oktober sind alle Menschen aufgerufen aktiv zu werden und so den Druck auf die Politiker zu erhöhen und ihnen bewusst zu machen, dass sie Verantwortung tragen.
Letztes Jahr haben über 43 Millionen Menschen mitgemacht – am Ende stand der Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde. Wer mitmachen möchte, findet weitere Informationen dazu unter www.deine-stimme-gegen-Armut.de. „Solche Aktionen sind wichtig. Letztlich tragen sie dazu bei, immer wieder an die Probleme in der Welt zu erinnern“, sagt Bernd Pastors von medeor. „Noch wird viel zu wenig für die Ärmsten der Armen getan: Vor Kurzem erst musste die Zahl der Hungernden von der UN-Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation von 854 Millionen auf 923 Millionen nach oben korrigiert werden.“

Die Mitarbeiter von medeor trafen sich im Medikamentenlager, um auf die große Armut in der Welt hinzuweisen. Jedes Jahr verlassen über 400 Tonnen lebenswichtige Medikamente und medizinisch notwendige Ausrüstung wie Verbandsstoffe oder diagnostische Geräte das Lager. medeor hat sich insbesondere dem Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose verschrieben. Innovativ ist das Konzept der lokalen Produktion von Arzneimitteln in Tansania wie z.B. des hochwirksamen Malariamedikaments Artemisia zu erschwinglichen Preisen.
Weil die Medikamente nur zehn Prozent des Apothekenpreises kosten, reichen schon kleine Spenden für wertvolle Hilfe:
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